Das Programm 2009
Die Woche für das Leben
25. April bis 02. Mai 2009 in Göttingen
Die Woche für das Leben ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Woche für das Leben steht in den Jahren 2008-2010 unter der Dreijahresüberschrift „Gesund oder krank – von Gott geliebt“. Das Jahresmotto für 2009 lautet: „Gemeinsam mit Grenzen leben“.
Die Liebe Gottes zu einem Menschen ist nicht abhängig von dessen Gesundheitszustand. Deshalb richtet die Woche für das Leben 2009 auch in Göttingen ihr Augenmerk auf das Miteinander von Gesunden und Kranken in unserer Gesellschaft.
Dabei werden neben anderen folgende Themen in den Blick genommen:
- Das Leben von behinderten Kindern in Göttingen
- Burnoutprophylaxe oder von der Kunst für andere da zu sein ohne sich selbst zu vergessen
- Das Weiterleben Mit einem verstorbenen Kind und seinen Geschwistern.
23. April bis 21. Juni 2009
„Drei Damen haben sich umgezogen“
Ausstellung
„Drei Damen haben sich umgezogen“ andere Bilder von Künstlern der Lebenshilfe.
(Bundesverein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung)
23. April 2009 • 18.00 Uhr Ausstellungseröffnung
Einführung:
Regina Hummert (Bundesverein Lebenshilfe, Marburg),
Grußwort: Prof. Dr. Cornelius Frömmel
UMG, Bettenhaus 2, Flurbereich vor dem Andachtsraum
26. April 2009 • 19.30 Uhr
Leben mit einem verstorbenen Kind und seinen Geschwistern
Vortrag und Gespräch
Frau Dostal stellt Rituale vor, die in der Trauer um ein Kind helfen können. Konkret geht es an diesem Abend um Kinder, die schon in der Schwangerschaft verstorben sind. Darüber hinaus werden auch die Geschwister der verstorbenen Kinder in den Blick genommen. Frau Karr-Schnieders von der katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung steht als Ansprechpartnerin zu den Themen Verzweiflung und Trauer zur Verfügung.
Maren Dostal, Regenbogen e.V., Annette Hartmann, Ambulanter Hospizdienst Leine-Solling, Annette Karr-Schnieders, Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Göttingen, Annette Stechmann, Katholische Klinikseelsorge Universitätsmedizin
Ancora – Zentrum für Beratung und Seelsorge, Kurze Str. 13a
27. April 2009 • 18.00 - 19.30 Uhr
Vom Leben mit seelischen Erkrankungen
Impulse – musikalische Elemente - Gespräch
An diesem Abend geht es um die Situation von psychisch Erkrankten und ihren Angehörigen. Betroffene kommen zu Wort: Was hilft – was heilt – wie kann Glauben helfen?
Mit kurzen Impulsen und musikalischen Elementen werden die Teilnehmer eingeladen, dem Thema nachzugehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Krankenhausseelsorger Gundula Bondick (evang.), Wolfgang Friedl (kath.)
Lukaskirche im Asklepios Fachklinikum, Rosdorfer Weg 70, 37081 Göttingen
28. April 2009 • 19.30 - 21.30 Uhr
Burnoutprophylaxe oder von der Kunst für andere da zu sein, ohne sich selbst zu vergessen
Vortrag
Wer kranke Menschen in ihren physischen, psychischen, sozialen, geistigen und spirituellen Bedürfnissen wahr- und ernst nimmt, wird selbst in diesen Bereichen angesprochen und beansprucht. Umfassende Pflege und Therapie fordern sozusagen auch umfassenden Einsatz. Das gilt für pflegende Angehörige ebenso wie für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Immer mehr Menschen spüren in ihrem Tätigkeitsbereich Anzeichen von Burn-Out. Schätzungen zufolge sind derzeit 40-60% der beruflich Pflegenden und 60-80% der pflegenden Angehörigen von Burn-Out betroffen.
Das Ausbrennen beginnt und entwickelt sich schleichend. Die Symptome sind vielfältig und zeigen sich etwa als Schmerzen, Schlaflosigkeit, Krankenheitsanfälligkeit, Zynismus, Gefühl der Wertlosigkeit, soziale Isolation oder spirituelle Krise. Engagement und Einfühlungsvermögen lassen nach, die Beziehungen zu Angehörigen, Patienten oder Klienten sind beeinträchtigt. Fast unmerklich entsteht ein Zustand der völligen Erschöpfung auf allen Ebenen. Ein Burn-Out-Syndrom steht am Ende einer oft jahrelangen Entwicklung.
Doch so weit muss es nicht kommen. „Eine achtsame und konsequente Prophylaxe ist kein Luxus, sondern lebensnotwendig“, erklärt die Referentin Dr. Mechthild Herberhold. Für alle Interessierten gibt sie einen Einblick in das Phänomen Burn-Out und stellt verschiedene Prophylaxe-Strategien vor.
Die Veranstaltung findet an einem historischen Ort der Universitätsstadt Göttingen statt, im so genannten „Accouchierhaus“, der ersten Frauenklinik Deutschlands. Schwangeren Frauen war hier die Möglichkeit gegeben, unter fachlicher Aufsicht und hygienisch einwandfreien Bedingungen zu entbinden (frz.: accoucher = entbinden). Eine Einführung in die Besonderheit dieses Hauses gibt zu Beginn der Veranstaltung Frau Barbara Fink, Stadtführerin der Stadt Göttingen.
Referentin: Dr. Mechthild Herberhold, gelernte Krankenschwester und aus¬gebildete Theologin. In ihrem Unternehmen "Ethik konkret" (Altena) bietet sie Veranstaltungen zu den Schwerpunkten Medizinethik und Unternehmensethik an. www.ethik-konkret.de.
Veranstalterinnen: Mechthild Jose-Thumbeck, Citypastoral St. Michael, Annette Stechmann, Katholische Klinikseelsorge UMG
Accouchierhaus, Geismar Tor
29. April 2009 • 20.00 Uhr
„Gemeinsam mit Grenzen leben“
Podiumsgespräch
Mit: Prof. Dr. Reiner Anselm
(Lehrstuhl für Ethik, Theologische Fakultät der Universität Göttingen),
Prof. Dr. Hermann-Lingen
(Professur und Leitung der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie UMG),
Pfarrerin Veronika Zippert, Schwalmstedt
Moderation: Pastorin Ute Rokahr
UMG Göttingen, Hörsaal 542 (Nähe Eingang Osthalle)
30. April 2009 • 20.00 Uhr
„Vier Leben“ – Leben mit kranken und behinderten Kindern
Dokumentarfilm mit anschließendem Podiumsgespräch
„Jörg, Carina, Anica und Finnian kommen in den Jahren 1969, 1985, 1994 und 2002 mit dem Down-Syndrom zur Welt. Cornelia Thau hat sie und ihre Familien vier Jahre lang begleitet, vier Jahre, in denen sich Freundschaften und gegenseitiges Vertrauen entwickelt haben. Das, was sie in dieser Zeit erfahren und erleben konnte, hat sie in ihrem Dokumentarfilm zusammengefasst. Die Eltern sprechen sehr offen über ihre Zweifel, Ängste und die Hindernisse, die sie selbst und mit ihren Kindern überwinden mussten. Sie berichten von den Schwierigkeiten, die richtige Schule für ihr Kind zu finden und das für sie richtige Maß zwischen Fürsorge und Selbständigkeit. Und sie erzählen von dem Glück, das sie gemeinsam erleben.
Jörg, Carina, Anica und Finnian zeigen sich vor der Kamera selbstbewusst als Persönlichkeiten mit eigenen Interessen, Wünschen und Sehnsüchten. Sie beweisen soziale Kompetenz, musische Fähigkeiten, sowie Ehrgeiz, Hartnäckigkeit, Humor und einen bestechenden Charme.“ www.vierleben-derfilm.de
Im anschließenden Podiumsgespräch mit Frau Prof. Dr. Zoll (Humangenetik Göttingen), Frau Cherouny und Frau Hindahl vom Arbeitskreis Down-Syndrom, Frau Dr. theol. Bock (Jakobushaus Goslar) und Frau Hummel (Medizinstudentin, KHG Göttingen) geht es darum, aus deren je eigener Perspektive das Leben mit kranken und behinderten Kindern in den Blick zu nehmen und mit dem Publikum ins Gespräch zu bringen.
Eintritt: entsprechend der Kinopreise
Lumiére, Geismar Landstraße 19
Annette Stechmann, Katholische Klinikseelsorge Universitätsmedizin, Annette Karr-Schnieders, Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung
3. Mai 2009 • 09.30 Uhr
„Gesund oder krank – von Gott geliebt“
Ökumenischer Abschlussgottesdienst
Lukaskirche des Asklepios Fachklinikums, Rosdorfer Weg 70, 37081 Göttingen
Wir danken den Sponsoren:

Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben
Katholische Kirche im Dekanat Göttingen
ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen
